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Mittwoch, 12. Januar 2022

Eine neue Definition von Teilhabe (2)


Wie ich bereits in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben habe, werden wir mit einem
BIOS von Schutzmechanismen geboren und das ist gut so. Angst ist nichts schlechtes,
es ist gut Angst zu haben. Evolutionär betrachtet haben sich sogar nur die „Angsthasen“,
also die Menschen, die sich vor dem Säbelzahntiger versteckt haben, fortgepflanzt.

Entscheidend ist wie wir auf die Gefahr reagieren. Hier spielen unsere Erfahrungen, also unser „Bewusst-Sein“ die entscheidende Rolle. Unsere Glaubenssätze, also das was in unserer Großhirnrinde gespeichert ist bestimmt unsere Reaktion, unser Verhalten.
Der US-Amerikanische Schauspieler und Filmproduzent Will Smith hat es sehr treffend formuliert.

„Du musst dich daran erinnern, dass Angst nicht echt ist. Es ist ein Produkt der Gedanken, die du kreierst. Versteh mich nicht falsch, Gefahr ist sehr echt, aber Angst ist eine Entscheidung“

In einer VUKA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambivalenz) werden immer mehr liebgewonnene Sicherheiten aufgelöst. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie hat die Dynamik so sehr zugelegt, dass wir mittlerweile von einer BANI-Welt (Brüchig, Angst-Erregend, Nicht-Linear, Inkonsistent) sprechen. Doch das sind nur Akronyme, um ein Etikett für den Status 
Quo zu finden.

Aber wo gehen wir hin (Quo Vadis)?

Die Arbeitswelt wird sich durch die neuen Bedingungen radikal verändern müssen. Die klassische „Beamtenmentalität“ hat nicht nur im öffentlichen Dienst, sondern auch in den Konzernen und Großunternehmen ausgedient. Das Thema, ein Betrieb von der Lehre bis zur Rente ist auch schon lange vorbei.
Wie sieht also die neue Arbeitswelt in der radikal digitalen #NewWork aus?

Ich versuche mich mal in einer Vision.

  • Alle repetitiven (sich wiederholende) Arbeiten werden von Computern und Robotern
    übernommen. (Buchhaltung, Vertriebsinnendienst, Bankangestellter, u.v.m.)

  • Unternehmen werden zu dezentralisierten Einheiten in denen selbst  organisierte Teams einzelne Aufgabengebiete oder Projekte bearbeiten.

  • Employier-Sharing wird eher die Normalität als die Ausnahme sein

  • Die meisten Unternehmen werden gar nicht mehr mit festen Mitarbeitern,
    sondern mit freien Einzelunternehmern oder autonomen Expertenteams
    zusammenarbeiten.
  • Lebenslanges Lernen wir zum Staatsziel womit die Stärkung der Aus- und
    Weiterbildung über öffentliche und private Fonds gefördert wird und nicht
    mehr über die Agentur für Arbeit.

  • Politik wird nicht nur handelnd, sondern auch erklärenden .


Da man den Vorzug von Coopetition in den Unternehmen erkannt hat ist der Knowhow-Flow zwischen Unternehmen gewollt und nicht sanktioniert.

Wenn die Menschen in Zukunft mehr Eigenverantwortung übernehmen müssen, um das Gesamtsystem zu stabilisieren, dann werden hier aber auch neue Formen der existenziellen Absicherung, wie z.B. ein Bürgergeld und/oder negative Einkommenssteuer und vor allem eine Reformierung der Sozialsysteme (nicht rein staatlich) vorangetrieben werden müssen.

Bleiben Sie Wissensdurstig, Ihr Frank M. Schmiedel

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